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7 Vorgehensweisen für eine bessere Stressresistenz – Mein Tinnitus als Signal zur Entspannung

Danke!

Ich habe eine kleine Pause eingelegt. Mein letzter Blog-Post war am 22. Oktober und somit hinke ich meinem Versprechen, jede Woche einen neuen Artikel zu veröffentlichen ordentlich hinterher.


Hierfür gibt es einen guten Grund; ich habe Stress. Also Stress habe ich im Prinzip schon lange, da ich eine hohe Motivation habe und gerne viel mache. Nur habe ich es jetzt erst bemerkt, da mein Körper mich darauf aufmerksam gemacht hat.

Seit Anfang Oktober habe ich nun einen Tinnitus. Einen Tinnitus hat wohl fast jeder schon mal für ein paar Stunden oder Tage gehabt und so empfand ich es als nicht ungewöhnlich. Erst nach 1 bis 2 Wochen fing ich an, mir Gedanken darüberzumachen.

Somit bin ich zum Hausarzt und habe mich durchchecken lassen. Dort wurde mir gesagt, es sei wohl stressbedingt und ich soll versuchen, mit offenen Projekten abzuschließen.

Ganz klasse. Mit offenen Projekten abschließen. Finanzielle Freiheit ade? Immobilien und Webseite über den Haufen werfen? Meine Software nicht weiter entwickeln oder gar meine Familie im Stich lassen? Definitiv keine Option!

Nachdem ich mir zusätzlich durch den HNO versichern lassen habe, dass meine Ohren vollkommen gesund sind, war klar, dass ich tatsächlich etwas ändern muss.

Da ich aber keinen Stress gefühlt habe, mir meine Ärzte nicht wirklich weitergeholfen haben und ich auch keinen Plan hatte, was zu tun ist, entschloss ich, meine laufenden Projekte zurückzufahren. Außerdem habe ich meine Finanzbücher gegen Gesundheitsbücher getauscht, um mich erst mal massiv mit dem Thema Stress auseinanderzusetzen.

Auch wenn es mir schwergefallen ist, alle laufenden Projekte weitgehend liegenzulassen, ist doch die Gesundheit das höchste Gut. Alle Errungenschaften mögen noch so groß sein, wenn du nicht gesund bist um sie in vollen Umfang zu genießen, hast du dir die Mühe umsonst gemacht.

In meinem ersten Blogbeitrag habe ich bereits über meine Stresssituationen während des Studiums berichtet und dachte eigentlich, dass ich mit dem Thema Stress durch bin und mir alles zumuten kann, was ich mir vorstelle. Damals habe ich bereits angekündigt, dass ich mich, wenn es dann so weit ist, ausgiebig mit dieser Thematik beschäftigen werde. Nun ist es so weit und leider deutlich eher als erwartet.

Lies: Mein Ziel: Reichtum und Glück

In diesem Artikel möchte ich dich also an meinem Wissenszuwachs teilhaben lassen und dir meine Vorgehensweise zum Aufbau eines besseren Stressmanagements darlegen.

Vorab kann ich bereits spoilern, dass man nur zwei Dinge benötigt, um ein entspanntes Leben trotz hoher Erwartungen zu führen; Wissen und Disziplin.

Viele der Tipps, die ich dir gebe, sind einfach nur logisch und ich frage mich immer wieder, warum ist es so schwer, sie einfach nur umzusetzen? Meiner Meinung nach liegt es an mangelnder Disziplin, um seinen Körper konsequent als heiligen Tempel zu betrachten, und nicht als Maschine mit der man alles machen kann.



Inhalt

1. Wissenslücken schließen

2. Meditation

3. Ordnung auf und vor dem Schreibtisch

4. Mach mal Pause

5. Sport

6. Der Weg ist das Ziel

7. Ernährung und Schlaf

Fazit


1. Wissenslücken schließen



Wenn du ein Problem hast, welches du lösen musst, empfehle ich, dir das dafür notwendige Wissen anzueignen. Wenn das Problem zu groß ist und du zu weit von einer Lösung entfernt bist, dann teile das Problem in kleinere auf und versuche, diese der Reihe nachzulösen. Mach dir dabei nichts daraus, wenn du mal einen Schritt zurück oder in die falsche Richtung gehst. Viel wichtiger als eine schnelle Lösung des Problems ist der Aufbau des Verständnisses dafür. Genau dafür halte ich es so, dass ich mich massiv mit dem Thema auseinandersetze und erst mal Content dazu konsumiere. Ich mag es, mir Bücher mit passendem Thema durchzulesen und mir Podcasts dazu anzuhören.

In diesem Fall geht es für mich darum, die Ursache besser zu verstehen, weshalb ich mir gezielt Bücher über die Krankheiten Hörsturz und Tinnitus durchlese.

Affiliate Link: Tinnitus ist heilbar! Das Zeitalter des Hörsturzes: Risiken – Gefahren – Ursache. Vorbeugung – Chance – Heilung von Dr. med. Hans Greuel

Außerdem beschäftige ich mich mit Themen, die dabei helfen, meine Leben besser zu strukturieren und besser auf meinen Körper zu achten.

Affiliate Link: ZEIT & FOKUS – Konzentriert arbeiten von Matthias Brandt

Affiliate Link: Gelassenheit lernen von Next Level Academy


2. Meditation



Ich habe schon oft gelesen, dass viele erfolgreiche Menschen meditieren. Bisher konnte ich mich noch nicht damit anfreunden und hatte auch keine Zeit dafür. Nun, da mein Körper mir Warnsignale schickt, ist es die logische Konsequenz, mir die notwendige Zeit dafür zu nehmen.

Außerdem habe ich eine Möglichkeit gefunden, mir morgens die 15 Minuten dafür einzuräumen.

Wenn du mit dem Meditieren anfängst, hast du vielleicht ein paar Vorurteile und muss es auch erst mal lernen. So wie du lernen musst, bestimmte Übungen beim Sport korrekt auszuführen, musst du auch beim Meditieren den Dreh raus haben. Also wie du richtig sitzt, was du machen musst und wie es schaffst, dich komplett auf dich selbst zu konzentrieren, ohne dich ablenken zu lassen.

Es soll etwa 30 Tage dauern, bis du es schaffst, richtig zu meditieren und dich mit voller Konzentration auf dich selbst fokussieren kannst. Erst dann wirken sich die Verbesserungen im Alltag spürbar aus. Also, dass man eine erhöhte Stressresistenz hat und sich schneller und besser entspannen kann.

Ich meditiere nun seid ca. 2 Wochen und kann dem zustimmen, dass es ein Lernprozess ist. Ich schaffe es zwar, immer konzentrierter zu werden und mich weniger ablenken zu lassen, auf der anderen Seite bekomme ich es noch nicht hin, volle 10 Minuten dranzubleiben, und döse immer mal wieder ein.

YouTube: Geführte Anfänger Meditation | 10 Minuten für jeden Tag von Mady Morrison

Ich werde auf jeden Fall weiter machen und bin mehr und mehr davon überzeugt, dass Meditation eine wichtige Ergänzung zu einem erfolgreichen Tag sein kann.


3. Ordnung auf und vor dem Schreibtisch



Wenn du dein Schreibtisch nicht aufgeräumt und gut strukturiert hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass du deine Unterlagen auch nicht gut geordnet hast. Wenn das zutrifft, liegt es nahe, dass du deine Aufgaben und Ziele nicht im Griff hast. Schaffst du es nicht mal, deine Aufgaben zu ordnen, dann wird deine Psyche auch dafür sorgen, dass dein Leben nicht in geregelten Bahnen läuft.

Das ist nun stark vereinfacht und verallgemeinert, soll aber ausdrücken, wie wichtig es ist, Ordnung in allen Belangen zu schaffen.

Für mich ist es so, dass ich mehr Struktur in meinen Arbeitsplatz, aber auch in mein Leben bringe. Ich habe aufgeräumt und mir verschiedene Systeme ausgedacht. Wo bisher lose Notizzettel, Locher, Tesa und weitere Büroutensilien tummelten, ist nun Platz und Ordnung. Dinge, die ich nicht täglich mehrfach benutze, haben einfach kein Recht, für Unordnung an meinem Arbeitsplatz zu sorgen.


Außerdem habe ich meine Aufgaben nach Zusammenhang eingeordnet und nach Priorität sortiert. Jeden Abend lege ich die Aufgaben für den nächsten Tag fest und überarbeite die Ziele für die Woche. Momentan nutze ich dafür Google Aufgaben. Das Tool ist nicht Perfekt aber reicht für das Gröbste.


4. Mach mal Pause



Kennst du das auch? Du sitzt an einer Aufgabe und verbeißt dich daran, bis du sie gelöst hast oder enttäuscht aufgibst? So oder so ähnlich war bisher meine Vorgehensweise. Nur mit dem Unterschied, dass ich zwar öfter mal enttäuscht bin, aber nie aufgebe.

Dieses Vorgehen ist extrem kraftaufwendig und auf Dauer schlecht für deine Psyche und auch für deine Gesundheit.

Das klingt so unglaublich logisch. Doch da ich mir einiges zutraue und in der Vergangenheit auch zugemutet habe, habe ich die Nebenwirkungen ausgeblendet.

Mittlerweile baue ich mir mit der Pomodoro-Technik aktiv pausen ein, so mache ich alle 25 bis 45 Minuten eine kurze Pause von 5 bis 15 Minuten.

Diese Phasen nutze ich aktiv, um mich zu erholen und in mich hineinzuhorchen. Wenn ich merke, dass ich erschöpft bin und meine Arbeit abschließen sollte, dann mache ich das nun auch.


5. Sport



Auch wenn ich in der Vergangenheit immer ein sehr sportlicher Mensch war, fällt mir dieser Punkt mittlerweile ziemlich schwer. Sport ist für das Wohlbefinden essenziell wichtig und ein guter Ausgleich für die heutzutage übliche einseitige Belastung deines Körpers.

Seitdem mein Sohn geboren ist, habe ich es jedoch noch nicht geschafft, wieder Sport in meinen Rhythmus zu integrieren. Das dafür mögliche Zeitfenster ist einfach zu klein geworden und ich müsste auf andere wichtige und schöne Dinge verzichten, damit ich mal wieder ein Work-out machen kann.

Außerdem habe ich starke Motivationsprobleme und bin ziemlich bequem geworden. Ich arbeite an diesem Punkt und hoffe, dass ich eine Möglichkeit finde, meine Passion im Sport wieder aufleben zu lassen.


6. Der Weg ist das Ziel



Während ich sonst sehr ergebnisorientiert war und mir qualitative Ziele gesetzt habe, wie z. B. dass ich einen Blogartikel an einem Tag schreiben will, würde ich heute eher sagen, der Weg ist das Ziel und mich auf den Pfad dorthin konzentrieren. Heute mache ich quantitative Ziele und nehme mir zum Beispiel vor, eine bestimmte Zeit in das Schreiben eines Blogartikels zu stecken.

So kann ich das Ziel, einen Blogartikel zu schreiben, nehmen und in seine Bestandteile aufsplitten und mich auf das Vorgehen konzentrieren, welches dafür notwendig ist. Wenn ich den Blogartikel am Abend nicht fertig habe, kann ich dennoch auf das Erreichte blicken und den Tag erfolgreich und zufrieden abschließen.

Nur weil der Beitrag nicht fertig ist, geht die Welt nicht unter und ich kann am nächsten Tag entspannt dabei weiter machen.

Natürlich ist dieses Vorgehen weniger effektiv und meine qualitativen Ziele verschieben sich dabei nach hinten. Aber auf der anderen Seite geht es mir besser damit und ich habe bereits heute mehr Freude bei meiner Arbeit.

Denn es geht ja nicht darum, einen Blogartikel fertig zu bekommen, sondern darum etwas zu tun, was einem Spaß macht.


7. Ernährung und Schlaf




Wieso sind die simpelsten und logischen Dinge oftmals die Schwersten? Warum muss es der Burger sein, anstatt sich einen saftigen Apfel zu schnappen? Gesunde Ernährung hilft dabei, fit und aktiv zu bleiben. Ausreichend Wasser zu trinken sorgt dafür, dass dein Blut dünner ist und deinen Körper mit genügend Sauerstoff versorgt.

Neben der Arbeit und meiner Familie habe ich nur eine begrenzte Zeitspanne, die ich für meine Ziele nutzen kann. Da der Tag leider nur 24 Stunden hat, habe ich oft am Schlaf gespart, um mehr Arbeitsstunden an meinen Projekten leisten zu können.

Bisher konnte ich dieses Vorgehen immer gut handhaben. Heute weiß ich, dass ich meinen Körper damit dauerhaft überfordere.

Während ich mir sonst nur 4 bis 5 Stunden Schlaf gegönnt habe, nehme ich mir nun mindestens 6 Stunden. Wenn ich müde bin, mache ich nicht einfach weiter, sondern gehe schlafen. Zusätzlich erlaube ich mir auch mal Tage, an denen ich die Tastatur am Abend komplett links liegen lasse.


Fazit



In diesem Artikel habe ich mit dir meine 7 Vorgehensweisen geteilt, welche ich nutze, um meinen Stress in den Griff zu bekommen. Mittlerweile verstehe ich meinen Körper besser und kann schon recht gut einschätzen, wann ich mir Zeit zur Entspannung gönnen sollte.

Zwischenzeitlich ist mein Tinnitus auch mal zurückgegangen aber im Großen und Ganzen scheint er schon ein Teil von mir zu sein. Er stört oder behindert mich nicht und von daher nehme ich ihn recht dankend als Gradmesser für meinen Entspannungspegel an. Wird der Wecker lauter, sollte ich endlich wieder aufwachen und was für meine Gesundheit machen.

Auf der anderen Seite ist es leider so, dass ich nun weniger Zeit habe, um mich um meine Projekte zu kümmern. Zusätzlich habe ich Probleme mich motiviert zu halten, da ich nun schon einige Zeit aus meinem Rhythmus bin und ein entspanntes Leben ohne viel Arbeit auch genieße.

Da ich meine Ziele aber nicht durch nichts Tun erreichen werde, denke ich, dass ich mir noch einiges an Wissen und Disziplin aneignen muss, um meine Vorhaben bei bester Gesundheit umsetzen zu können.

Mein Prozess, der Ursache für meinen Stress auf dem Grund zu gehen, hat grade erste begonnen und ich denke, dass ich noch einiges an Zeit investieren muss, damit meine Gesundheit nicht auf der Strecke bleibt.

Einige Änderungen konnte ich bereits in meinem Alltag integrieren. Die morgendliche Meditation, bevor ich meinen Sohn wecke, passt gut in meinen Tagesplan. Die regelmäßige Einheit Sport hingegen, fällt mir noch schwer, einzuhalten.

Dennoch denke ich, dass ich auf einem guten Weg bin. Immerhin ist es ein Prozess, neue Dinge zu lernen und in seinen Alltag zu integrieren. Ich habe schon viele Dinge ad hoc umstellen können, für andere benötige ich noch etwas Zeit.

Wie sieht es bei dir aus? Bist du erschrocken von meiner ehrlichen Art über meinen Stress zu berichten? Oder davon, dass es überhaupt Menschen wie mich gibt, die sich selber soviel Stress machen, dass sie davon krank werden?

Vielleicht kannst du mich aber auch nachvollziehen und hast bereits einen ähnlichen Prozess hinter dir. Lass doch mal einen Kommentar mit deinen Erfahrungen da. Vielleicht hast du noch den einen oder anderen Tipp, der mir und Anderen in ähnlicher Situation weiterhilft.

Wenn du bei so einem heiklen Thema lieber unter dem Radar bleiben möchtest, tut es auch ein anonymer Kommentar.

1 thought on “7 Vorgehensweisen für eine bessere Stressresistenz – Mein Tinnitus als Signal zur Entspannung

  1. Was ich auch noch besonders wichtig finde, ist es Projekte nacheinander anzugehen und nicht versuchen alles gleichzeitig zu machen. Entweder man macht sich dazu ne To-Do Liste oder man nimmt sich pro Tag eine Aufgabe vor und blendet alles andere für diesen Moment aus. Das hilft mir extrem.
    LG Sara die Kleingeld Pilotin

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