ETF

Mein ETF-Rezept

Danke!



In diesem Artikel möchte ich dir meine Strategie zum besparen eines ETFs darlegen, wenn er dir gefällt, darfst du ihn gerne auch verfolgen oder nach deinem Belieben anpassen.

Der Plan in ETF (Exchange Traded Funds) zu investieren besteht schon seit einiger Zeit. Deshalb habe ich mir, so wie ich es häufig bei neuen interessanten Themen mache, erst mal alle relevanten Videos bei YouTube via Free YouTube to MP3 Converter Premium heruntergeladen und mir während der Autofahrt durch gehört.

Da mein Hauptaugenmerk auf Immobilien und meiner Software liegt, ich jedoch trotzdem mein Investmentrisiko weiter streuen möchte, ist es mir wichtig, sicherere Anlageformen mit wenig Aufwand auszuwählen.

Das ist auch der Grund, warum Einzelaktien für mich nicht infrage kommen. Aktien sind Unternehmensanteile und als verantwortungsvoller Investor müsste ich mich eingehend mit jedem einzelnen Unternehmen beschäftigen und auch ständig auf dem Laufenden bleiben. Außerdem bin ich mir sicher, nie die kompletten Vorgänge in fremden Unternehmen verstehen zu können, da mir die nötigen Informationen nie vollständig vorliegen können. Diese Abhängigkeit gefällt mir momentan nicht sonderlich und von daher wähle ich den einfachen Weg über ein relativ sicheres ETF-Portfolio.

Wie bei anderen Anlageformen auch, ist es wichtig, das du dich für die ETFs entscheidest, die zu dir und deinem Risikoprofil passen. Von daher kann ich hier nur meine Kriterien für meine Auswahl darstellen und du musst entscheiden, welche Informationen du für deine Anlage übernehmen möchtest.

Ich werde erst mal 1.000 € monatlich besparen, je nachdem wie lange die Kurse noch niedrig bleiben oder weiter sinken, kann ich das 5 bis 10 Monate durchziehen. Danach muss ich dann neu evaluieren und neu entscheiden, wie ich weiter mache.

Ich habe mich für den XTrackers entschieden, weil er eine recht geringe TER und eine gute Tracking Differenz hat. Mit justetf.com und trackingdifferences.com kann man das wunderbar und echt schnell vergleichen.

Mein Depot



Außerdem wollte ich unbedingt einen ausschüttenden ETF, da ich ja irgendwann von meinen passiven Einnahmen leben möchte. Zudem habe ich meinen Sparerfreibetrag noch nicht ausgereizt und ich finde, es wird höchste Zeit!

Die Kriterien die ich als interessant und für mich wichtig eingestuft habe, werde ich dir in diesem Artikel näher bringen.


Was ist ein ETF und worauf habe ich geachtet?



Kurz gesagt: Ein ETF ist ein automatischer Indexfonds. Er bildet einen ausgewählten Warenkorb an Aktien, den sogenannten Index, automatisch ab. Wenn du also einen ETF (Exchange Traded Funds) auswählst, der den DAX abbildet, kaufst du immer die Aktien der 30 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes. Wenn ein Unternehmen herausfällt und ein anderes hineinrutscht, wird automatisch verkauft und gekauft.


Kosten, Rendite, Risiko und Aufwand



Durch die Automatisierung eines ETF fällt ein teurer Manager und ein Haufen Verwaltung weg und gerade das ist es, was den ETF aus Kostensicht so interessant macht.

Auf der anderen Seite hast du die Möglichkeit, dein Risiko einfach und breit zu streuen. Die wahrscheinlich breiteste Streuung am Aktienmarkt erhältst du mit einem voll replizierenden MSCI World, wohin gehend du bei einem DAX-ETF eine sehr geringe Streuung erreichst.

Da du nur den Aktienkorb auswählen musst und dich nicht in jedes einzelne Unternehmen einlesen musst, sparst du dir enorm viel Zeit. Die meiste Zeit solltest du investieren, bevor du dir einen ETF zulegst. Wie bei anderen Anlageprodukten gibt es auch hier einige Besonderheiten, die du wissen und beachten solltest. Wenn du dich dann für einen ETF entschieden hast, reicht es aus, wenn du dich hin und wieder mal damit beschäftigst und deine Entscheidung anhand deiner aktuellen Situation neu evaluierst. Du brauchst die einzelnen Unternehmen nicht ständig im Auge behalten, sondern es reicht, wenn du den Markt im Blick behältst.

Nachdem du dich für einen ETF entschieden hast, musst du dir noch überlegen, ob die dich für einen Sparplan oder einen Einzelkauf entscheidest und wo du dein Depot halten möchtest.


Ausschüttend über Thesaurierend



Über diesen Punkt habe ich einige Zeit nachgedacht und bin schlussendlich zu der Entscheidung gekommen, mir einen ausschüttenden ETF zuzulegen.

Ausschüttende ETFs haben den Nachteil, dass man bei der Wiederanlage erneute Kosten beim Broker generiert.

Für mich gibt es verschiedene Gründe, um in ETFs zu investieren, zum einen ist das die Risikostreuung meines Portfolios, zum anderen möchte ich mir einen Puffer aufbauen, der mich im absoluten Notfall auffängt. Da ich das Ziel habe, möglichst schnell von meinen passiven Einnahmen Leben zu können, liegt es Nahe, einen ausschüttenden ETF zu wählen. Außerdem habe ich meinen Sparerpauschbetrag noch nicht ausgereizt und kann, mit meiner Frau zusammen, noch knapp 1.602 € via Freistellungsauftrag steuerfrei beziehen.

Wenn der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist, werde ich neu evaluieren und dann entscheiden, ob ich auf einen thesaurierenden ETF weiter spare.

Auch wenn ich erst mal 1.000 € pro Monat spare, kann es eine Weile dauern, bis ich den Freibetrag ausschöpfe. Mein XTrackers MSCI World hat in der Vergangenheit zwischen 1,48 % und 2,64 % ausgeschüttet. Somit muss ich satte 60 bis 110 Tausend Euro im Depot haben um Steuern auf meine Erträge zahlen zu müssen.


Replikationsmethoden



Der MSCI World enthält über 1600 einzelne Unternehmensanteile in Form von Aktien. Wenn ein ETF alle diese Aktien auch tatsächlich hält, ist er eine Kopie vom Index, was in der Fachsprache voll replizierend oder auch physisch replizierend genannt wird.

Da jeder Aktienkauf mit Kosten verbunden ist, keine halben Aktien gekauft werden können und manche Aktien nicht einfach über jede Börse erhältlich sind, gibt es ETF-Warenköbe die nur die wichtigsten und nicht alle Aktien im Index abdecken. Solche ETFs sind bekannt als teilweise replizierend oder Sampling.

Manche Indizes tun nur so, als würden Sie Aktien kaufen, halten aber tatsächlich andere ähnliche Titel. Die negativen Indexabweichungen werden durch eine Art Versicherung aufgefangen. Solche ETFs nennt man synthetisch oder auch Swap-basiert.

Alle diese Indexarten haben Ihre Vor- und Nachteile. Während eine volle Replikation für mich aufgrund der Kosten nicht infrage kommt, ist es mir egal, ob es ein Sampling oder Swap-ETF ist, wobei ich bei ansonsten gleichen ETF einen Sampling-ETF bevorzugen würde.


ETF – Kosten, TER und TD



Neben den Depot– und Ordergebühren, die euer Broker verlangt, gibt es noch die Handels- und Verwaltungskosten vom ETF-Anbieter. Diese nennen sich  TER (Total Expense Ratio) und liegen beim MSCI World zwischen 0,15 und 0,5 %. Das klingt nicht viel, kann sich aber über eine Laufzeit von 30 Jahre ganz schön aufsummieren.

Wenn du dir einen ETF kaufst, der einen Index, wie z.B. den DAX, abbildet, dann solltest du erwarten können, dass der Gewinn beim Durchschnitt der enthaltenen Unternehmen liegt. Dem ist aber nicht so – du musst natürlich noch die TER abziehen!

Das ist aber nicht der einzige Punkt, den es hierbei zu beachten gibt. ETFs, die den gleichen Index abbilden, können dennoch unterschiedliche Gewinne einfahren. Das hängt dann zum Beispiel damit zusammen, welche Replizierungsart ein ETF beinhaltet. Diese Abweichung der Rendite vom realen Index nennt sich Tracking Differenz (TD).

Eine TD von 0 bedeutet, dass die Rendite vom realen Index erreicht wurde. Bei einer negativen TD wird der Index sogar geschlagen.


Welcher ETF mit welchen Aktien?



Hier hast du die Qual der Wahl. Es gibt unzählige verschiedene ETFs, die du besparen kannst, wovon die bekanntesten wohl der MSCI World und die Emerging Markets sind. Die auf der Welt verfügbaren Aktien lassen sich natürlich in viele verschiedene Kategorien einteilen und für fast jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Du kannst auch verschiedene ETFs kombinieren und damit die Chancen und Risiken genau auf dein Profil abstimmen. Am Rande sei hier das ETF-Allwetter-Portfolio von Finanzfluss erwähnt, welches sich am Vorbild von Ray Dalios Allwetter-Portfolio orientiert.

Link: Allwetter-Portfolio von Finanzfluss auf YouTube

Ich habe mich für den einfachsten und damit schnellsten Weg entschieden und mich auf einen einzigen ETF, den MSCI World festgelegt. Neben dem Zeiteinsatz spare ich hier auch noch die zusätzlichen Gebühren für die Ausführung eines zusätzlichen Sparplans. Dafür lasse ich dann aber auch eine mögliche höhere Rendite und weitere Risikostreuung liegen.


Sparplan vs. Einzelkauf



Hier fallen mir eigentlich wenig Gründe für einen Einzelkauf ein. Entweder bekommst du den ETF grade irgendwo ohne Ordergebühren oder der Kurs liegt völlig am Boden und du musst sofort zugreifen. Da Spekulation mit ETF, für mich, keine Option ist und ich meinen Anlagehorizont auf 30 Jahre lege, kommt nur ein Sparplan infrage.


Zeit und Cost-Average



Der Sparplan hat einige Vorteile: Du musst ihn nur ein mal einrichten und kannst ihn einfach laufen lassen, ohne weiter Zeit zu investieren. Außerdem streust du mit der monatlichen Zahlung dein Risiko zu einem schlechten Zeitpunkt in den Markt eingestiegen zu sein. Wenn du dein Geld über einen langen Zeitraum anlegst, profitierst du vom sogenannten Cost-Average-Effekt, weil du zu den Durchschnittskosten anlegst.


Order- und Depotkosten



In Kombination mit dem Cost-Average-Effekt musst du die Kosten für die Order- und Depotgebühren in Bezug zu der Anlagesumme im Auge halten. Ein Sparplan kostet meistens weniger als ein Einzelkauf, bei meinem Broker sind das 1,50 € pro Ausführung, während der Einzelkauf 10 € bis 25 € kostet.

Link: Konto inklusive Depot bei der DKB

 


Mein Rezept zum passenden ETF



Ich empfehle dir, erst den ETF, dann die Sparrate und dann den Broker festzulegen.

Denn so kannst du die Broker auswählen, die deinen ETF anbieten und dir daraus den günstigsten für die Höhe deiner Anlagesumme heraussuchen. Bei justETF werden dir zum ETF passende Broker direkt angezeigt.

Ich habe mich für einen MSCI World entschieden, da es der wahrscheinlich größte Index ist und somit das Risiko am höchsten streut. Für mich ist der Faktor Zeit ein weiterer wichtiger Faktor und beim MSCI brauche ich nur einen recht sicheren und einfachen Markt im Blick halten.

ETF Vergleich – sortiert nach TER



Für die Auswahl der ausschüttenden MSCI ETFs habe ich mir die Kennzahlen der verbleibenden 9 ETFs von justETF und TrackingDifferences angesehen.

Da mir der Anbieter und die Replikationsmethode egal sind, habe ich mich, in dieser Reihenfolge, auf den TER, die Trackingdifferenz und die Fondsgröße konzentriert.

ETF Vergleich auf trackingdifferences.com – sortiert nach Tracking Differenz



Zum Thema Trackingdifferenz und Auswahl eines geeigneten ETFs kann ich dir ein YouTube Video von Nik Navarskij wärmstens empfehlen.

Link: ETF Kosten – was 80 % der Anleger falsch machen!

Um den für mich besten ETF auszuwählen, habe ich einfach die TER und die TD addiert, womit ich folgende Werte erhalte:

  • XTrackers MSCI World 0,11 %
  • HSBC MSCI World 0,19 %
  • ComStage MSCI World 0,25 %
  • Amundi MSCI World 0,27 %

Nachtrag: Hier ist mir ein Fehler unterlaufen und die Berechnung ist sinnlos! Die TD beinhaltet implizit bereits die TER, da die Differenz zwischen der Entwicklung vom Index und der realen Entwicklung des ETF ausschlaggebend ist. Glücklicherweise habe ich trotzdem den optimalen ETF gewählt

Vielen Dank an Andreas Isaak für den Hinweis.

Da die Fondsgröße gemäß dem Motto Big is beautiful auch eine bedeutende Rolle bei der Auswahl eines ETF spielt, hatte ich mich entgegen der besseren Kosten, gegen den XTrackers und für den HSBC ETF entschieden. Leider wurde der ETF noch vor der ersten Ausführung vom Sparplan aus dem Programm genommen und ich habe nun doch den XTrackers im Depot liegen.

Geschlossener Sparplan


Fazit



Sollte euch mein Artikel so gut gefallen haben, dass ihr direkt einen ETF Sparplan abschließen möchtet, könnt ihr aufkommende Fragen gerne an mich Stellen. Außerdem möchte ich dir anbieten, dass du mich anschreibst, bevor du ein Depot eröffnest. Denn bei vielen Brokern gibt es eine Freundschaftsprämie, die ich gerne mit dir teilen würde.

Falls dich das Thema finanzielle Freiheit interessiert, solltest du mir auf Instagram und Twitter folgen. Dort gibt es mehrmals wöchentlich neue Beiträge zum Thema, motivierende Zitate und interessante Challenges, die dich deinem Erfolg ein Stück näher bringen.

Fragen und Feedback nehme ich auch gern über Social Media entgegen und versuche schnellstmöglich zu antworten. Außerdem freue ich mich natürlich über einen Kommentar von dir.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.