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Bestandsaufnahme: mein Eigenkapital, Vermögenszuwachs und Cashflow

Danke!


Um eine Strategie für meine Ziele aufstellen zu können ist es notwendig erstmal festzustellen, wo ich mich momentan überhaupt befinde.

Mein finanzielles Ziel für 2020 ist ein Nettoeinkommen von 5.000 €. Dementgegen steht mein Ziel der zeitlichen Selbstbestimmung. Um also beide Ziele erreichen zu können, ist der Aufbau passiver Zahlungsströme notwendig. Oder aber eine Arbeit, für die ich zwar Zeit gegen Geld tausche, bei der mir jedoch die Arbeit ähnlich viel Spaß wie meine Freizeitaktivitäten macht und ich mir die Arbeitszeiten einteilen kann, wie ich es möchte.

Hierfür werde ich eine Aufstellung meines aktuellen Vermögens machen. Den Anteil des monatlichen Vermögenszuwachses und des monatlichen Cashflows werde ich getrennt nach passiven und aktiven Zahlungsströmen ermitteln.


Inhalt

1. Mein aktuelles Vermögen

2. Aktiver und passiver Vermögenszuwachs

3. Aktiver und passiver Cashflow


Mein aktuelles Vermögen


Meine Frau und ich besitzen momentan vier Immobilien, ein selbst bewohntes Haus und drei vermietete Eigentumswohnungen.

Das Haus und unsere erste Eigentumswohnung sind bereits gut getilgt und liegen bei einer Restschuld von 239.210.22 € bei einem aktuellen Marktwert von ca. 335.000 €. Das ergibt ein nicht liquides Eigenkapital von 95.789,78 €.

Die anderen beiden Wohnungen haben wir erst in diesem Jahr gekauft, da die Bank die Nebenkosten komplett übernommen hat, sind diese Immobilien rechnerisch im Minus. Die Kredite belaufen sich auf aktuell 105.642,07 € bei einem Marktwert von 96.000 €. Damit lässt sich ein Minus von 9.642,07 € errechnen.

Mein Bankguthaben beläuft sich auf rund 60.000 €. Daraus errechnet sich ein Eigenkapital von 146.147,71 €.

Nicht schlecht für den Anfang!


Aktiver und passiver Vermögenszuwachs


Dieser Punkt wird oftmals stiefmütterlich behandelt. So auch von mir! Ich habe zwar eine ungefähre Idee, wie hoch mein monatlicher Vermögenszuwachs ungefähr ist. Die genaue Zahl und der Anteil passiven zu aktiven Vermögenszuwachs kenne ich nicht. Von daher bin ich schon ziemlich gespannt auf die Rechnung und die resultierenden Zahlen.

Aktiver Vermögenszuwachs sind für viele Menschen Spar- oder Kapitalanlagen. Ich investiere momentan ausschließlich in Steine, soll heißen, dass sich meine aktive Sparquote mit dem Tilgungsanteil meines Hauses errechnen lässt. Da sich der Anteil der Tilgung stetig erhöht, sind die 586,89 €, welche ich momentan zahle, nur eine Momentaufnahme.

Der aktuelle aktive Vermögenszuwachs beträgt 586,89 €.

Passiver Vermögenszuwachs ist der Anteil am Vermögenszuwachs, für den man nicht arbeiten muss und somit der wirklich interessante Anteil. Die bisher ermittelten 586,89 € werden also zu 100 % vom Arbeitslohn bestritten. Da ich keine Spareinlagen besitze, welche passive Zinsen erwirtschaften, errechnet sich die Summe auch hier durch die Tilgung der vermieteten Wohnungen.

Die Tilgungsrate der drei Eigentumswohnungen und damit der aktuelle passive Vermögenszuwachs beträgt 674,84 €. Auch dieser Betrag steigt durch das bessere Zins-/Tilgung-Verhältnis natürlich stetig an.

Insgesamt ergibt sich ein monatlicher Vermögenszuwachs von 1.261,73 €. Auch nicht so schlecht für den Anfang. Der Anteil zwischen passiven und aktiven Vermögenszuwachs ist noch recht ausgeglichen, wird sich in Zukunft aber hoffentlich deutlich in Richtung passiven Vermögenszuwachs verschieben.


Aktiver und passiver Cashflow


Der, wie ich finde, interessanteste Abschnitt, da der Cashflow die Lebensqualität direkt beeinflusst. Wie im Artikel zu meinen Zielen für 2019 geschrieben, will ich auf den optimalen Wert von 5.000 € Netto hinarbeiten. Hiervon sollten bestenfalls 100 % durch passiven Cashflow abgedeckt werden. Da sieht es momentan ziemlich düster aus. Dazu aber später mehr.

Lies: Mein Ziel – Reichtum und Glück

Zuerst wollen wir uns dem aktiven Cashflow zuwenden, der sich bei mir zu 100 % aus meinem Gehalt errechnet. Hierfür muss ich lediglich meine letzte Gehaltsabrechnung heranziehen, welche einen Nettobetrag von 1.917,16 € aufweist.

Für meine erste Eigentumswohnung habe ich die Kreditverträge leider nicht optimal abgeschlossen und auf eine hohe Tilgung gesetzt. Rechnerisch bleibt der Gewinn zwar gleich aber meinem Ziel, vom passiven Cashflow leben zu können, hilft es nicht gerade. Zähle ich alle laufenden Kosten und Einnahmen zusammen, komme ich auf einen Cashflow von -191,58 €.

Diese Summe müsste eigentlich noch um die zu Steuerbelastung und IHR erhöht werden. Da ich aber in diesem Jahr aufgrund von Modernisierungen im Immobilienbestand keine Steuern zahlen muss und die Instandhaltungsrücklage durch die Finanzierung abfange, lasse ich diese Berechnung der Einfachheit Halber außen vor.

Bei den anderen beiden Wohnungen sieht die Rechnung schon positiver aus. Hier komme ich auf einen Cashflow von 279,12 €. Auch hier habe ich auf die Berücksichtigung von Steuer und Instandhaltungsrücklage verzichtet.

Somit ergibt sich ein monatlicher passiver Cashflow von 87,54 €.

Insgesamt steht mir somit ein monatliches Nettoeinkommen von 2.004,70 € zur Deckung meiner privaten Kosten zur Verfügung. Die Distanz bis zur Zielsumme von 5.000 € erscheint mir riesig. An die Differenz in Bezug auf den passiven Cashflow mag ich gar nicht denken.


Es fehlen 2.995,30 € um mein Ziel von 5.000 € zu erreichen. Möchte ich gleichzeitig mit meinem Ziel der zeitlichen Selbstbestimmung Erfolg haben, fehlen satte 4912,46 €.

Oh, mein Gott!



Das erscheint mir momentan eine unüberwindbare Summe an Geld zu sein. Ich muss meinen momentanen Cashflow mehr als verdoppeln, passiv sogar verfünfzigfachen!

Hier muss ich wohl meinen Blickwinkel massiv ändern, meinen aktuellen Standpunkt verlassen und mich an Menschen orientieren, für die 5.000 € eine geradezu lächerliche Summe sind. Die Strategie hierzu werde ich in einem späteren Beitrag ausarbeiten.

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